Mitwirkende:

 

Christian Bernhardt
Steffen Butz
Delphine Farret
Paul Freitag
Anton Golubev
Gesche Maass
Joëlle Nübold
Christoph Paulitsch
Brigitte Schucker
Christelle Willersinn

Daniela Vöge
Svetlana Dedova

Anton Tschechow

Platonov

oder: Die Vaterlosen

Im 150. Geburtsjahr von Anton Tschechow lag es nahe, ein Stück des russischen Schriftstellers zu inszenieren, das noch 130 Jahre nach seiner Entstehung deutliche Gegenwartsbezüge zeigt:
Auf einer After-Work-Party trifft sich eine Gruppe gelangweilter Menschen. Das Geld ist weg, man versitzt die Zeit, beobachtet die Börsenkurse und redet aneinander vorbei.
Zentrale Figur ist der Lehrer Michail Vasiljevič Platonov, der sich in Gesellschaft gerne als geistreicher Unterhalter gibt. Doch mit der Liebe von gleich vier Frauen ist Platonov überfordert. Er kann oder will keine Entscheidung treffen.
Und während die Kurse fallen, zeigt sich mit den ökonomischen Verfallserscheinungen auch zunehmend das menschliche Chaos einer Gesellschaft in Auflösung.

 

Anton Tschechow wurde 1860 im südrussischen Taganrog geboren. Bei seinem Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen in die Gesellschaft behielt er seine selbstironische Beobachtungsgabe für die Komik der menschlichen Eitelkeit, die seine Werke auch heute noch so aktuell erscheinen lassen. In zahlreichen Erzählungen schuf er ein humorvolles und authentisches Sittenbild des spätzaristischen Russlands, in dessen Innerstes er als Arzt tiefe Einblicke erhalten hatte. Seine späten Komödien haben ihre Aktualität im Repertoire der großen Bühnen bewiesen. Seit jungen Jahren unter Tuberkulose leidend, starb Tschechow 1904 bei einem Kuraufenthalt in Badenweiler.

 

Info und Kartenreservierung:

info@tumult-theater.de